Bernd Ratz

Erzählen Sie kurz etwas über sich, zum Beispiel über ihren früheren Beruf, ein Hobby oder etwas, das Ihren Lebensweg prägte bzw. für Ihr Leben heute von Bedeutung ist!

Geboren wurde ich 1938 in einem kleinen Dorf im Vogelsberg in Hessen. Mein Abitur machte ich am Gymnasium Nidda und studierte danach Geschichte, Politik und Sport. Ich war als Lehrer an der Goetheschule in Wetzlar und am Gymnasium Nidda tätig. 1974 wurde ich Oberstudienrat. Meine Hobbys sind bzw. waren Fußball und Tennis. Zudem habe ich lange Jahre im Stadtorchester Nidda Geige gespielt. Ich bin seit 1962 verheiratet und habe drei Kinder.

 
Bernd Ratz beim Transkribieren 2016. 
Bernd Ratz beim Transkribieren 2016. Foto: Privat.

Was hat Sie 2014 zu der Entscheidung bewogen, das Transkriptionsprojekt zu unterstützen?

Meine Entscheidung fiel aufgrund eines Beitrags in der Preußischen Allgemeinen Zeitung über das Transkriptionsvorhaben des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte. Da ich die Sütterlinschrift in der Schule, in der 6. Klasse, erlernt habe und mein Vater sein Leben lang so geschrieben hatte, hielt ich das für eine interessante Aufgabe für einen Pensionär. Eine gewisse Rolle spielte auch, dass meine Frau eine gebürtige Königsbergerin ist.

Wie sehen Sie das Transkriptionsprojekt heute? Was empfanden Sie als bereichernd oder besonders interessant? Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten galt es zu überwinden?

Das Transkriptionsprojekt ist für die wissenschaftliche Forschung an relevanten Aspekten der ostpreußischen Geschichte sicher von erheblicher Bedeutung. Die Arbeit der Verantwortlichen im Prussia-Museum und der „Pfleger“ in den einzelnen Kreisen Ostpreußens wurde damals offensichtlich engagiert betrieben. Das handschriftliche Dokumentieren musste dabei direkt an den Fundstellen geleistet werden, was die Leserlichkeit der Notizen sicher beeinträchtigt hat. Dazu kommt, dass die Archivalien durch den schicksalhaften Weg von Königsberg nach Berlin und während der Nachkriegsjahre sehr gelitten haben, was die Transkriptionsarbeit ebenfalls erschwert hat.