prussia museum digital

Trotz kriegsbedingter Verluste haben sich zahlreiche Archivalien und archäologische Funde aus mehr als 150 Jahren Forschungstätigkeit in Ostpreußen erhalten. Diese Bestände aus dem ehemaligen Prussia-Museum in Königsberg sind heute über Europa verstreut. Auch der wissenschaftliche Zusammenhang der Informationen ist auseinander gerissen. Eine zentrale Aufgabe ist es daher, die zusammengehörigen Kontexte virtuell wieder herzustellen. Unter dem Titel ›prussia museum digital‹ wurde dazu in Kooperation mit der Fa. Programmfabrik (Berlin) eine umfangreiche Datenbank (easydb) entwickelt.

Die größten Teile der Königsberger Sammlungen befinden sich in Berlin, im russischen Kaliningrad (Königsberg) und im polnischen Olsztyn (Allenstein). In einem ersten Schritt wurden in den Jahren 2012 bis 2014 die am Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin aufbewahrten Bestände digitalisiert. Parallel dazu wurde eine auf die spezifischen Belange zugeschnittene Datenbank entwickelt. Im Projekt ›Forschungskontinuität und Kontinuitätsforschung‹ dient sie als Instrument für die wissenschaftliche Erschließung der ostpreußischen Archivalien und Fundstücke aus der Zeit vor 1945. Ziel ist es, das umfassende Datenmaterial in angemessener Weise zu verwalten und für die internationale Forschung als Onlineportal bereitzustellen.

Derzeit läuft eine Testphase zur Nutzung der Datenbank. Sie wird Ende 2019 für die Nutzung durch ein wissenschaftliches Fachpublikum geöffnet.